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Julian Jänicke in App Entwicklung

Android Entwickler werden in 7 Schritten!

Als Freelancer für die Entwicklung von Mobile Apps hat man es manchmal gar nicht so leicht. Da hat man sich die Selbstständigkeit so schön vorgestellt: Die Arbeit kann man sich frei einteilen, der Urlaub muss nicht mehr beantragt werden, keiner guckt auf die Uhr, wenn man in der Pause ist und vor allem arbeitet man in die eigene Tasche. Doch jeder erfahrene Freelancer wird bestätigen können, dass es oft ein Überlebenskampf mit mehr als 60 Stunden Arbeit pro Woche ist – besonders wenn man gerade erst beginnt, sich einen Namen in der Branche zu machen. Der Hauptgrund dafür ist die unsichere und häufig schwierige Einkommenssituation eines Selbstständigen.

Vor allem wenn Du für Android programmieren möchtest, ist es oft nicht so einfach, genügend Geld zu verdienen. Gerade als Freelancer heißt es eher: Die Arbeit endet quasi nie, Urlaub ist nur noch ein Wunschgedanke oder eine Erinnerung an gute alte Zeiten, es existiert gar keine Pause mehr, die man mal ausdehnen kann und in der eigenen Tasche landet viel zu wenig zum Leben. Das einzige Mittel gegen die Schwierigkeiten eines freiberuflichen App Entwickler ist ein hochprofessionelles Arbeiten und eiserne Disziplin. Doch darüber hinaus gibt es einige Tipps, die einem dabei helfen können, als App Entwickler für Android erfolgreich zu sein.

Android Entwickler

In einem Beruf anzufangen ist nie einfach. Außerdem haben Freelancer nicht die Möglichkeit, kurz den Kollegen zu fragen, wie etwas funktioniert. Oder doch? Als Entwickler kann man sich vor kostenlosen, tagesaktuellen und hochqualitativen Hilfsangeboten kaum retten! Das Internet ist voll von Tutorials, Anleitungen, Forenbeiträgen und hilfreichen Tools. Ein Entwickler, der sich nicht mit diesen Hilfestellungen beschäftigt, hat schon verloren. Verzichte nicht auf die kostenlose Expertise von den vielen professionellen Angeboten, die überall auf Dich warten!

Tipps für Android Entwickler

Doch wo anfangen? Wir möchten Euch einen roten Faden reichen, der es Euch ermöglichen soll, Euch in der Welt des App und Mobile Game Development zurechtzufinden. Wir lieben es, in unserer Community neue Android Entwickler willkommen zu heißen und wissen, welchen Problemen Ihr Euch gegenüberseht. Wir fangen ganz von vorn an und bitten um Entschuldigung, wenn einige von Euch ein paar Tipps überflüssig finden, oder das Angesprochene als selbstverständlich empfinden. Aber wir haben ja alle einmal ohne Vorkenntnisse angefangen! Also los geht’s…

1. Studiere die Dokumentation, die Google uns bietet!

Eine der offensichtlichsten und besten Quellen für angehende und erfahrene Entwickler ist natürlich die Dokumentation des Unternehmens, welches das OS zur Verfügung stellt. Als Android Entwickler ist Google folglich Dein erster Ansprechpartner und bester Verbündeter. Dir stehen unzählige Artikel, Beschreibungen, Tutorials und Werkzeuge zur Verfügung, die Du kennen solltest. Hier ist Fleiß gefragt, aber wenn Du keine Lust hast, Dich mit dem Thema Tag und Nacht zu beschäftigen, ist der Job vermutlich eh nichts für Dich. Übrigens gilt dieser Abschnitt selbstverständlich auch für iOS von Apple und andere Betriebssysteme.

2. Nutze andere Android Entwickler als Informationsquelle und Hilfe!

Es kommt vor, dass uns Google im Stich lässt. Vielleicht existiert keine dokumentierte Lösung für Dein Problem, oder Du hast einfach an den falschen Stellen gesucht. An diesem Punkt solltest Du keine Angst davor haben, Deine Fragen zu stellen! Es gibt zig Foren für Entwickler, viele sind sogar auf Android spezialisiert. Hier kannst Du erfahrene Entwickler finden, die Dir eine Lösung aufzeigen können. Internet-Foren oder Gruppen in sozialen Netzwerken sind eine wertvolle Informationsquelle, die nicht nur Anfänger oft nutzen.

Gerade die Android-Community ist sehr offen, international und kommunikativ. Es macht nicht nur Spaß, sich in den entsprechenden Foren und Gruppen auszutauschen. Jeder wird etwas dazu lernen, wenn man mitliest oder kommuniziert. Außerdem kann es auch als Entwickler nicht schaden zu netzwerken.

3. Erst der Prototyp, dann die Anwendung!

Einen Prototyp zu besitzen bietet dem Entwickler viele Vorteile. Der Kunde kann schon sehr früh darauf aufmerksam machen, was er nicht mag, oder an welcher Stelle der Entwickler ihn falsc verstanden hat. Dies kann sehr viel Zeit und Geld sparen, weil von Beginn an einige Missverständisse ausgeräumt werden können. Außerdem ist es hilfreich während der Entwicklung einer App immer einen roten Faden vor Augen zu haben, an dem man sich im Zweifelsfall entlanghangeln kann. Last but not least ist es für den Entwickler sehr wertvoll, wenn er dem Kunden anhand des Prototyps zeigen kann, dass er ein Design oder eine Funktion genau so abgenommen hat, wie es entwickelt wurde. Beide Seiten genießen einen gewissen Schutz, weil eine grobe Dokumentation der Anforderungen in Form eines Prototyps existiert.

Es stehen Dir viele nützliche Tools für die Entwicklung eines Prototyps zur Verfügung. Falls Du sie noch nicht kennst, wird es höchste Zeit!

4. Beachte, dass es nicht dasselbe ist, für Android und iOS zu entwickeln!

Oft besitzt ein Entwickler bereits einige Erfahrung in einem OS, wenn er beginnt, eine neue Programmiersprache zu erlernen. Man sollte immer im Auge behalten, dass es nicht nur technische Unterschiede gibt. Auch die Zielgruppe und die jeweiligen Trends können sich unterscheiden. Insbesondere musst Du die Unterschiede im Design beachten. Die User Experience kann mit einem Design bei iOS hervorragend funktionieren und bei Android gnadenlos scheitern. Führe Dir immer vor Augen, für was und für wen Du gerade entwickelst.

Android Entwickler

Generell sollte man immer vorsichtig sein, wenn man eine iOS App auf Android übertragen möchte oder andersherum. Als Android Entwickler erhält man möglicherweise den Auftrag, eine iOS App für Android zu programmieren. Hier wird allerdings eine komplett neue Anwendung verlangt! Das Design, der Workflow und vieles mehr muss komplett überarbeitet werden. Mache nicht den Fehler, einem Kunden dafür ein zu geringes Angebot zu machen. Plane die Arbeit gut und denke daran, dass viele Charakteristiken neu definiert werden müssen.

5. Regelmäßige Einnahmen durch Wartung!

Wenn Du als Entwickler von einem Kunden mit der Entwicklung einer App beauftragt wirst, bedeutet dies in der allermeisten Fällen, dass der Kunde nicht selbst programmieren kann. Das heißt auch, dass die nötige Wartung und Aktualisierung der fertigen App von einem Dienstleister übernommen werden muss. Warum nicht Du? Wenn man dem Kunden eine Wartung für die Zeit nach der Entwicklung anbietet, bieten sich einem viele Chancen. Man erhält nicht nur regelmäßige, und damit sichere, Einnahmen. Man schafft auch eine Kundenbindung. Wenn eine Mobile App erfolgreich ist, möchte der Kunde häufig eine Erweiterung entwickeln lassen. Wenn Du mit dem Kunden lange Zeit zusammenarbeitest, bist Du natürlich sein erster Ansprechpartner für die Weiterentwicklung der App. Wir haben einige große Kunden, die bei uns schon die vierte, fünfte oder sechste App in Auftrag gegeben haben!

Du solltest außerdem beachten, dass Du anderen Anbietern gegenüber gewaltige Vorteile hast. Du kennst das Projekt in und auswendig und kannst dem Kunden so einen besseren Preis bieten. Und vor allem bist Du schon im Kontakt mit Deinem Kunden. Du kannst ihn schon während der Entwicklung darauf hinweisen, dass ein Wartungsvertrag sinnvoll sein kann und Weiterentwicklungen möglich sind. Nutze Deine Chance und überlasse Deinen Konkurrenten nicht die Möglichkeit auf sichere Einnahmen in der Zukunft!

6. Das Design der App nicht vernachlässigen!

Die Usability einer App ist eine herausragende Determinante für den Erfolg einer App. Da die Usability stark vom Design abhängt, solltest Du Dir wenigstens Grundkenntnisse im App Design aneignen. Darüber hinaus musst Du lernen, effizient und gut mit App Designern zusammenzuarbeiten. Vielleicht findest Du einen guten Designer, zu dem Du einen guten Draht hast. Solche Partnerschaften können helfen, einen guten Preis zu bekommen. Das heißt, Du kannst Deinem Kunden das Design anbieten und später von einem externen Anbieter ein Angebot einholen. Dabei ist es natürlich hilfreich, die Preise vorher gut zu kennen.

7. Outsourcing als Chance begreifen!

Outsourcen, also das Auslagern einer Tätigkeit an einen externen Anbieter, gilt bei einigen fast als Schimpfwort. Warum eigentlich? Wir lagern als Unternehmer doch ständig etwas aus. Oder machst Du Deinen Jahresabschluss selbst? Hast Du Deinen PC selbst gebaut? Oder Deinen Bleichstift geschnitzt?

Kunden werden auf Dich als App Entwickler mit Projekten zukommen, die viel mehr beinhalten, als das bloße Programmieren. Das Design, das Marketing und die Entwicklung für OS, in denen Du kein Experte bist, sind nur einige Beispiele. Als Kaufmann verstehst Du, dass es besser ist, das gesamte Projekt anzunehmen und einige Punkte notwendigerweise auszulagern, als das Projekt komplett abzulehnen.

Eventuell kannst Du sogar daran verdienen: Stell Dir vor, ein Kunde möchte eine native Android App und eine native iOS App entwickeln lassen. Du machst ihm ein Angebot über jeweils 5.000 Euro und lagerst als Android Entwickler die Entwicklung der iOS App aus. Vielleicht findest Du auch einen iOS Entwickler als Partner, der Dir einen guten Preis anbieten kann, weil er oft Projekte von Dir erhält. Er entwickelt die iOS App für 4.500 Euro und Du machst sogar noch 500 € Gewinn!

Wir hoffen, dass Dir diese Tipps helfen, zu verstehen, welche Anforderungen auf Dich warten, wenn Du Android Entwickler sein möchtest. Wenn Du noch mehr über die Chancen und Schwierigkeiten des Entwicklerlebens erfahren möchtest, bist Du herzlich eingeladen, in unserem Blog zu stöbern!

Android Entwickler

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