Home » Design » Die 12 Fehler beim App Design, die Du nicht machen darfst!

Die 12 Fehler beim App Design, die Du nicht machen darfst!

In den letzten Jahren gibt es ein beinahe explosionsartiges Wachstum der Zahlen der Neuveröffentlichungen von mobilen Anwendungen bei beinahe allen Betriebssystemen. TatsÀchlich gibt es heute laut eines Ditrenda Berichts mehr registrierte Telefonnummern als Menschen.

Mit Spanien als Beispiel hat die letzte Studie von The App Date (Oktober 2015) ergeben, dass es in dem sĂŒdeuropĂ€ischen Land der Sonne jeden Tag 3,8 Millionen Downloads und 27,7 Millionen aktive User von Mobile Apps gibt – bei gerade einmal 47 Millionen Einwohnern!

Durch die enorm gĂŒnstige Auftragslage fĂŒr App Entwickler sind zwei Trends entstanden: Erstens suchen viele Unternehmen und Entwicklerteams hĂ€nderingend nach App-Entwicklern. Außerdem werden immer hĂ€ufiger stark spezialisierte Entwickler gesucht. Auch und vor allem das Design der Anwendungen wird immer bedeutender. Heute beobachten wir hĂ€ufig, dass an großen Projekten nicht nur ein Designer arbeitet, sondern zwei, manchmal sogar drei Designer sich die Arbeit teilen. So können sich die Experten inzwischen immer hĂ€ufiger lediglich auf die UX oder das UI konzentrieren.

Das App Design ist heute eine der wichtigsten Determinanten des Erfolgs fĂŒr mobile Anwendungen, weil die EndgerĂ€te eine immer bessere Grafik widergeben können und die User inzwischen sehr verwöhnt mir brillant performenden Apps sind. Eine schlecht designte Anwendung hat in einem der hĂ€rtesten und dynamischsten MĂ€rkte der Welt keine Chance. Doch was mach aus einen App Design ein gutes, beziehungsweise ein schlechtes Design?

die 12 fehler beim app design mit app display im hintergrund

Wie wirken sich Fehler in der Entwicklung aus?

Die meisten Fehler beim App Entwickeln wirken sich schnell auf den Erfolg aus, können folglich aber auch schnell erkannt und beseitigt werden.

Aber durch den boomenden Markt wird es immer schwieriger nach einem mißlungenen Start wieder nach oben zu kommen. Wurde eine App erst einmal schlecht von Usern bewertet, kommt dies beinahe einem Todesurteil gleich. Noch komplizierter wird es bei Fehler im App Design. Denn hier kann es sich um ganz subtile Dinge handeln, die sich negativ auf den Erfolg der App auswirken.

Wenn das UX nicht gut ist, werden die User nicht genau benennen können, was sie stört. Bei Bugs verhĂ€lt sich die Sache hingegen ganz anders. Hier wird oft etwas kritisiert, was man mit einem Update schnell und effektiv beseitigen kann. Es gilt, Probleme beim App Design zu verhindern, bevor die App entwickelt wird. Dies bedeutet, dass eine detaillierte Planung eine existentielle Variable fĂŒr die Erfolgsaussichten von Apps darstellt.

Die 12 hÀufigsten Fehler beim App Design

Im Folgenden haben wir die hĂ€ufigsten Fehler beim App Design fĂŒr Euch gesammelt. Insbesondere erfahrene App Designer werden diese Fehlerquellen bereits kennen. Aber vor allem Leuten, die eine App entwickeln lassen möchten und sich mit der Materie das erste Mal auseinandersetzen, möchten wir mit unseren Hinweisen aufzeigen, worauf zu achten ist, wenn man ein Projekt plant. Trotzdem möchten wir auch die Designer unter unseren Lesern auffordern, unsere Tipps zu lesen.

1. Den „Flow“ der App unbeachtet lassen

Eigentlich jeder, der sich mit dem App Design beschĂ€ftigt, befasst sich mit der Usability der App. Leider wird oft nicht verstanden, was das Wort alles beinhaltet. Eds geht nicht nur darum, dass die Buttons an der richtigen Stelle platziert werden. Oft wird verpasst, sich ĂŒber den „Workflow“ Gedanken zu machen. Wer nicht von Anfang an genau plant, wie die App laufen soll, wie der User von einem Bildschirm zum nĂ€chsten geleitet wird und wie zum Beispiel die Ladezeiten aussehen, der macht einen gewaltigen Fehler. Da oft auch die technischen Daten fĂŒr den Flow eine Rolle spielen, sind diese Fehler nicht selten gar nicht mehr zu beheben, wenn die App erst einmal entwickelt ist.

Eine gute Möglichkeit, von Anfang an einen guten Flow zu gewĂ€hrleisten, sind Flipcharts. Diese sollten nach der Ausformulierung der eigentlichen Idee zu den ersten Schritten des Entwicklungsprozesses (der ĂŒbrigens nicht erst mit der Programmierung beginnt) gehören und mit dem Entwicklerteam besprochen werden.

mockup von einer app

2. Gleichzeitig fĂŒr mehrere Plattformen designen

Eines der großen Probleme bei der App Entwicklung ist die gleichzeitige Bereitstellung fĂŒr mehrere Betriebssysteme und oft auch noch fĂŒr sehr unterschiedliche EndgerĂ€te wie Smartphones, Tablets und neuerdings auch Smartwatches. Dies lĂ€sst die Kosten fĂŒr das Design schnell enorm steigen.

Wir sollten erst einmal beachten, dass Android seit 2012 vor iOS das am meisten genutzte OS der Welt ist. Tendenziell sollten wir uns also zuerst auf die Entwicklung fĂŒr Android konzentrieren. Anschließend solltest Du ĂŒberlegen, ob Du weitere Betriebssysteme abdecken möchtest. iOS ist aufgrund der hohen Userzahlen natĂŒrlich interessant. Auch Blackberry und vor allem Windows Phone können je nach Zielgruppe in Frage kommen.

3. Erst die User, dann die App?

Viele Anbieter von Apps machen den Fehler, dass sie denken, sie mĂŒssten ihre User erst ĂŒberzeugen, nachdem diese die App heruntergeladen haben. Insbesondere wenn von den Usern etwas verlangt wird, also kostenpflichtige Apps oder Anwendungen mit Login-Systemen, bei denen die User mit ihren Daten bezahlen, sollten die User vorher wissen, was sie dafĂŒr bekommen.

Auch fĂŒr die ASO spielt das App Design eine wichtige Rolle. Eine tolles App Logo und gute Screenshots sind mindestens so wichtig, wie die Beschreibung der Apps in den App Stores.

4. Keine gute Anleitung bieten

Wir haben es also durch unsere exzellente ASO geschafft, dass sich der User unsere App heruntergeladen hat. Was ist der nĂ€chste Schritt zu einer erfolgreichen App? Richtig – User-LoyalitĂ€t!

Ein hervorragender Weg, User nach dem Download sofort wieder zu verscheuchen ist es, eine komplizierte Anwendung ohne Bedienungsanleitung zur VerfĂŒgung zu stellen. Die User wollen im Allgemeinen nicht viel Zeit investieren, um sich in eine Anwendung einzuarbeiten. Sie wollen von Anfang an alle Funktionen mit allen Benefits nutzen können.

drei screenshots evernote app bildschirm

Ein Tutorial bei der erstmaligen Nutzung kann Abhilfe schaffen. Es gibt viele Wege, ein Tutorial zu implementieren. Man kann mit Screens zum Durchklicken arbeiten, Pop-ups installieren oder mit einer Audiodatei arbeiten. Der Designer ist gefragt, die Anleitung so bereitzustellen, dass die User Experience möglichst positiv unterstĂŒtzt wird.

Das Design der App kann auch ganz allgemein die KomplexitÀt der App beeinflussen.

5. Die VernachlÀssigung der User Experience

Ja, die UX ist der wichtigste Baustein des App Designs! Ein Design kann noch so schön aussehen – wenn es die FunktionalitĂ€t der Anwendung und die Anwenderfreundlichkeit nicht unterstĂŒtzt, ist es vollkommen wertlos. Es bedarf eines erfahrenen Experten, um eine gute UX zu produzieren.

6. Kein konsistentes Design

Es können sich schnell FlĂŒchtigkeitsfehler beim App Design einschleichen: So können beispielsweise dieselbe Funktion zwei verschiedene Namen besitzen, oder der gleiche Button hat auf unterschiedlichen Screens verschiedene Formen oder Farben. Dies sind kleine Fehler, die auf den User eine große Wirkung haben und sehr unprofessionell wirken.

7. Zu viele Funktionen

Integriere nicht zu viele unterschiedliche Funktionen in Deine App. Die Minimalanforderung an jede App ist die Einfachheit der Bedienung. Es sollte ein hauptsĂ€chliches BedĂŒrfnis geben, welches die App befriedigt. DafĂŒr unwichtige Funktionen mĂŒssen außen vor gelassen werden.

Das Design muss auf die Befriedigung des BedĂŒrfnisses ausgerichtet sein. Das Hauptziel der App ist der Leitfaden, an dem sich der Designer entlang hangeln muss.

Bestimme, wie welche Funktion das Ziel Deiner App unterstĂŒtzt. Das Design sollte es schaffen, das Ziel mit so wenig Worten wie möglich zu erreichen. Kann nicht ausschließlich mit Buttons gearbeitet werden, sollten erlĂ€uternde Texte so kurz wie möglich gehalten sein.

8. Die Verwendung von Animationen wie Intros

Bewegte Bilder sind in Mobile Apps beinahe verboten! Animationen beanspruchen zu viel Aufmerksamkeit und lenken vom eigentlichen Ziel der App ab. Vergiss nicht, dass viele User die App unterwegs verwenden. Die Aufmerksamkeitsspanne, die User der App durchschnittlich am StĂŒck zuwenden, ist extrem kurz.

Wenn doch vereinzelt bewegte Bilder eingesetzt werden, sollten die gezeigten Filme sehr kurz, fesselnd und vor allem sinnvoll fĂŒr die ErfĂŒllung des eigentlichen Zwecks sein.

9. Der Tester in der Betaphase bist Du selbst

SelbstverstĂ€ndlich musst Du Deine App und das Design der App zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung immer wieder testen und ĂŒberprĂŒfen. Aber in der Betaphase sollten möglichst viele User die App testen, die nicht an der Entwicklung beteilig sind oder waren.

der Blick von außen auf ein Projekt ist unschĂ€tzbar wertvoll. Jeder von uns kennt es, dass man mit seinem Projekt so beschĂ€ftigt sein kann, dass der objektive Blick auf die einfachsten Aspekte unglaublich schwierig wird.

10. Zu kleine Buttons und FlĂ€chen fĂŒr Aktionen

Bei Mobile Apps besteht die Besonderheit, dass die EndgerĂ€te von sehr unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe sind. Beachte, dass die SchaltflĂ€chen auch auf den kleinsten Screens noch erkennbar und einfach zu betĂ€tigen sein mĂŒssen.

11. Fehlende Informationen zu Aktionen

Oft gibt es Wartezeiten bei der Benutzung der App. Es ist die Aufgabe des Designers, die Ladezeiten zu fĂŒllen, oder dem User wenigstens darĂŒber zu informieren, was gerade geschieht. Wenn innerhalb der App Werbung gezeigt werden soll, sind Ladezeiten dafĂŒr eine gute Möglichkeit, da die UX nicht allzu sehr gestört wird. Doch besonders in diesem Fall sollte der User erkennen können, dass die App nicht nur fĂŒr Werbung unterbrochen wurde, sondern eine gewĂŒnschte Funktion lĂ€dt.

12. Keine „weißen“ FlĂ€chen

„Weiße FlĂ€chen“ sind der Sauerstoff der User, den sie zum Atmen brauchen. Hab‘ keine Angst vor freien FlĂ€chen zwischen den einzelnen Elementen der Screens. Diese freien FlĂ€chen lassen den einzelnen Elementen den Platz, den sie benötigen, um auf die User zu wirken. Außerdem vermeidet man damit, dass die einzelnen Screens zu ĂŒberladen wirken.

Selbstredend mĂŒssen die FlĂ€chen nicht wirklich weiß sein, sondern können in der Grundfarbe der App erscheinen. Allerdings sollten sie wenn möglich heller und transparenter sein als die anderen Elemente auf dem Bildschirm.

Dies war unsere Auswahl der 12 grĂ¶ĂŸten Fehler beim Designen von Mobile Apps. Welche vermisst Du? An welcher Stelle möchtest Du widersprechen? Gibt es etwas, was Du genauer erklĂ€rt haben möchtest?

Proyecto Diseño

Verfasst von

Yeeply
Yeeply

Yeeply ist eine Premium-Plattform, die sich auf die Entwicklung von Mobile Games und individuellen Websites spezialisiert hat. Seit 2012 vertrauen uns unsere Kunden die Entwicklung ihrer Projekte an, und wir arbeiten mit den besten zertifizierten Profis auf technischer Ebene: Entwickler von Mobile Games oder Web-Freelancer, große Softwareunternehmen und fĂŒhrende Agenturen. Erstellen einer App oder einer Website war noch nie so schnell, zuverlĂ€ssig und sicher wie mit Yeeply! Veröffentlichen Sie Ihr Softwareprojekt auf Yeeply und lassen Sie sich von unserem Team durch den Prozess begleiten.