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Julian Jänicke in App Entwicklung

Die Trends 2016 im Mobile App Design

Wir haben uns in unserem Blog bereits häufiger mit den Trends im App Design befasst. Da unser Arbeitsumfeld aber sehr dynamisch ist und wir ein Faible für alles Neue haben, möchten wir direkt die Folge erweitern und die aktuellsten Trends diskutieren. In diesem Jahr ist in der Mobile Welt vieles geprägt durch neue Devices wie Wearables und die Spekulationen um neue Versionen der großen OS. An dieser Stelle möchten wir aber eine Ebene tiefer gehen und schauen, worauf der Designer von Mobile Apps achten sollte.

Einige Projekte die wir betreuen wurden schon vor einigen Monaten geplant und die Kunden basteln an ihren Mockups und Sketches seit Jahren. Umso wichtiger, dass jedes Projekt regelmäßig überprüft wird und an neue Begebenheiten angepasst wird. Verschlaft nie die neuen Trends!

Die Bedeutung des Designs

Ein super Beispiel um sich die Bedeutung von Design für Mobile Apps zu vergegenwärtigen ist das große Google. Obwohl uneingeschränkt Marktführer erfinden sich Global Player wie big G häufig zumindest teilweise neu, weil sie erkennen, wie bedeutend ein aktuelles Design für User ist. So hat Google erst kürzlich alle seine App Icons an moderne Standards angepasst.

Die Änderungen im Design sind häufig eine Ursache für einen Imagewandel für ganz Unternehmen. Sehr einfach kann man eine Marketingkampagne mit einem neuen Design einleiten und dem User suggerieren, es erwarteten ihn massig tolle Neuerungen – obwohl im Grunde nur das Erscheinungsbild etwas renoviert wurde. Google zum Beispiel hat das Icon seines eigenen Stores Google Play sehr viel moderner, heller und simpler gestaltet. Auch die anderen Google Apps erscheinen heute in einem simplen aber modernen Design und enthalten alle ein charakteristisches Element: Sie beinhalten alle dreieckige Formen. Dieses einfache Prinzip sorgt für einen Wiedererkennungswert und lässt das Imperium auch in den Köpfen der User stetig wachsen.

Neue Trends im App Design

“Wenn etwas funktioniert, sollte man es nicht ändern!” Das hören wir oft, wenn wir Kunden empfehlen, ein Design zu überarbeiten. Was bei Gummibärchen einen wahren Kern hat, ist auf eine Mobile App angewandt eine sehr gefährliche Einstellung! Kaum etwas ändert sich heute so schnell wie die Trends bei mobile Technologien. Und eine App, die heute erfolgreich und auf dem neuesten Stand ist, kann mit einer neuen Version eines OS oder auch durch eine Konkurrenz-App morgen schon altmodisch und unbrauchbar sein.

Trends kommen und gehen. Aber unsere App ist keine Schlaghose! Wir können nicht darauf warten, dass die User unser Design irgendwann wieder gut finden. Wir müssen die App an die Bedürfnisse des Marktes anpassen, weil man ansonsten sehr schnell unwiderruflich weg vom Fenster sein wird. Heute spielen vor allem die folgenden Trends eine wichtige Rolle.

1. Einfaches Farbschema

Bereits seit einiger Zeit lässt sich beobachten, dass der Trend für die Farbgebung innerhalb von Mobile Apps weg von sehr starken und grellen Farben und hin zu gedeckteren und ruhigeren Farben geht. Der Grund ist vor allem die sich ändernde Zielgruppe. Der durchschnittliche User einer App ist nicht mehr 16-20 Jahre alt und will nur Mobile Games konsumieren. Immer häufiger erwarten User vor allem Seriosität und Sicherheit von Anwendungen. Farben können besser als alles andere dem User sofort ein Gefühl vermitteln. Daher eignen sich seriösere Farben oft gut für Mobile Apps.

Die Trends 2016 im Mobile App Design

App Design – Farbpalette

2. Eine innovative Usability

Dies ist einer der wichtigsten Trend. Hier kann der Designer in unseren Augen  am ehesten beweisen, dass er mehr drauf hat, als seine Kollegen. Es geht darum, die Usability quasi neu zu erfinden. Es existieren viele Apps, die ein ähnlichen Aufbau, den gleichen Work through besitzen und auch dieselben Interaktionen vom User erfordern. Neue Lösungen zu finden, die eine optimierte UX und ein super UI ermöglichen, ist eine große Herausforderung.

3. Augenmerk auf den Kontext

Eine App ist natürlich seit jeher immer in einem Kontext zu betrachten. Auch das Design muss viele Punkte beachten. So muss das App Design zur Zielgruppe, zum allgemeinen Inhalt, zum Markt und auch zur Situation passen, in der die App verwendet wird. Kurz gesagt: Das Design muss immer als Teil einer Umwelt betrachtet werden.

Bei Mobile Apps ist vor allem auf den letzten der aufgezählten Punkte zu achten. Wo und wann ein User die App öffnet, determiniert ein gutes App Design mehr als alles andere. Beispiel: Eine App, die die Abfahrzeiten im ÖPNV mitteilt, wird fast ausschließlich unterwegs verwendet und der User wird meist nur eine Hand zur Verfügung haben. Der Designer sollte also darauf achten, dass alles so angeordnet ist, dass man die App bequem einhändig verwenden kann. Ein Strategiespiel hingegen wird fast nur in Situationen verwendet, in denen sich der User Zeit nehmen kann und sich auf das Spiel konzentrieren kann. Außerdem wird wahrscheinlich viel häufiger auch das Tablet verwendet und nicht unbedingt das Smartphone. Folglich ist der Designer viel freier in der Gestaltung und kann den Usern auch komplexere Interaktionen abverlangen.

Heute hat der User eine enorme Erwartungshaltung an die Usability. Dies zu beachten ist der große Unterschied zwischen einem Designentwurf eines Laien und dem von vorne bis hinten durchgeplante App Design eines Profis!

4. Flat design vs. Skeuomorphismus

Flat design, oder wie Google es nennt material design, bedeutet, dass in mehreren Schichten das Design “aufgetragen“ ist. Dies gibt der App ein eher technisches und kühles Aussehen. Im Gegensatz zu diesem sehr geometrischen Vorgehen kann man Skeuomorphismus betrachten. Bei dieser Art zu designen versucht man natürliche Formen und Farben nachzuahmen, weil sie dem User ein vertrautes Bild und Gefühl vermitteln. So werden zum Beispiel Schatten und Lichteffekte, aber auch Bewegungen und Handlungen natürlichen Situationen entnommen.

Das Neue im App Design ist jedoch, die beiden Stile zu verschmelzen. Es wird die natürliche Gestaltung in die Logik des flat designs implementiert. Bei erfahrenen UX-Designern erkennt man wundervolle Lösungen, die eine extrem gute User Experience und eine elegante Usability kreieren.

5. Typografie

In den letzten Jahren haben sowohl Google als auch Apple ihre Betriebssysteme derart optimiert, das Quellen flüssiger, skalierbarer und lesbarer zu machen.

Die Trends 2016 im Mobile App Design

App Design – Typografie

Bei dem Thema Typografie beim App Design trifft man oft auf die Intention, eine möglichst ansehnliche und schöne Gestaltung zu schaffen. Doch wenn wir uns in Erinnerung rufen, wie unterschiedliche die Bildschirme der Endgeräte sind, für die wir programmieren, dann erkennen wir leicht, dass das Ziel beim Designen der Schrift vor allem die UX sein muss. Die Typografie sollte dem Kontext angepasst sein, aber vor allem immer und in jeder Situation gut erkennbar sein. Kleines Beispiel: Egal wie toll und innovativ ein Element gestaltet ist – wenn es unten rechts genau in der Ecke eingepflegt ist, werden es alle Rechtshänder übersehen!

Dies waren einige der Trends, die im App Design in den letzten sechs Monaten eine große Rolle in der Welt der Designer gespielt haben. Wir sind gespannt darauf, zu erfahren, welche Dinge sich in diesem Jahr noch ergeben.

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