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Die eigene App entwickeln: So verdienst Du Geld!

Die eigene App entwickeln: So verdienst Du Geld!

Wer eine App entwickeln  lassen möchte denkt hĂ€ufig, dass er lediglich genĂŒgend Downloads generieren muss, um mit dem Projekt auch Geld verdienen zu können. In unserem Blog weisen wir immer darauf hin, dass man eine starke Monetarisierungsstrategie besitzen muss, um sich in den App Stores durchsetzen zu können. Denn selbst im Hinblick auf Userzahlen, generieren erfolgreiche Apps nicht selten ĂŒberhaupt keinen Umsatz – dafĂŒr aber enorme Kosten. Das ist der Grund, warum wir Euch hier einen Artikel bieten möchten, der Euch einfach erklĂ€rt, wie man einen Return On Investment (ROI) mit Mobile Apps erreichen kann.

Ein Grund dafĂŒr, dass viele Kunden die Schwierigkeit des ROI unterschĂ€tzen, ist eine fehlerhafte KosteneinschĂ€tzung: Viele denken, eine App entwickeln zu lassen, kostet ein paar hundert Euro! Dem ist natĂŒrlich nicht so. Viele Apps, die wir jeden Tag nutzen, haben weit ĂŒber 50.000€ allein im ersten Entwicklungsschritt gekostet. Hinzu kommen die laufenden Kosten, die Kosten fĂŒr die Weiterentwicklung und auch Aufwendungen fĂŒr administrative Aufgaben fĂŒr den Betreiber einer mobilen Anwendung. Wer sein Projekt von Anfang an professionell planen möchte, der sollte sich eingehend damit auseinandersetzen, wie hoch die App Entwicklung Kosten sind. Aber wir wollen Euch mit diesem Artikel nicht entmutigen. Ein professionelles Projekt kann sehr rentabel sein. Wie? Lest weiter und lernt die wichtigsten Strategien kennen!

frau haelt scchwarzes smartphone in der hand und schreibt notizen
Bild von freestocks.org via Unsplash

Monetarisierung kostenloser Applikationen

Gratis-App mit In-App-Purchases

Das erste Modell ist eines der beliebtesten: Der Download der App ist generell fĂŒr jeden User kostenlos. Gerade bei Android Apps ist dies in der Regel zu empfehlen. Geld verdient der Anbieter durch die Möglichkeit fĂŒr die User, innerhalb der App etwas zu kaufen. Hier sind viele unterschiedliche Produkte denkbar. Vom Kauf einer kostenpflichtigen Premiumversion der kostenlosen Basis-App (freemium model) ĂŒber den Kauf von Produkten (M-Commerce) bis hin zu Zahlungssystemen durch die App bei Parkautomaten oder auch an der Kinokasse stehen dem Anbieter zahllose Wege offen.

Beispiel: Ein 3D Mobile Game ist kostenlos und bietet eine Basisversion des Spiels. Der User kann die ersten drei Level kostenlos spielen und ihm wird anschließend angeboten, mehr Level hinzuzukaufen. Statt neuer Level könnte der User auch einzelne Items (neue Waffen, zusĂ€tzliche Leben usw.) kaufen. Denkbar ist auch, dass er das ganze Spiel spielen kann, dafĂŒr aber Werbung ĂŒber sich ergehen lassen muss. Mit dem Download der kostenpflichtigen werbefreien Version verdient der Anbieter Geld.

Diese Monetarisierungsstrategie kann sehr erfolgreich sein. Aber der Anbieter muss sich darĂŒber im Klaren sein, dass er den Kaufvorgang gut planen muss. Wird das Angebot falsch platziert oder die Basisversion ist nicht attraktiv genug, wird der Schuss nach hinten losgehen, weil die User den Wert der App nicht erkennen werden.

Gratis-App mit In-App-Advertisement

Die Möglichkeit mit einer kostenlosen App Geld zu verdienen, indem man in der Anwendung Werbebanner, -videos oder –popups zeigt, ist den allermeisten bekannt. Man kann von den Werbenden Geld verlangen. Oft wird ein Pay-Per-Click-System angewendet.

Das Problem hierbei ist, dass der Anbieter der Mobile App hÀufig auf Kosten der User Experience Werbung zeigt. Dem kann man mit der geschickten Platzierung der Werbeinhalte noch entgegenwirken.

Viel problematischer ist, dass die Analyse der Zahlen zeigt, dass die Werbung nur selten wirklich lohnend ist. Viele Werbende haben bereits bemerkt, dass nur wenige User auf die Banner und Videos klicken. Und wer darauf klickt, verlĂ€sst die Zielseite hĂ€ufig bereits nach einer Sekunde wieder, weil nur versehentlich auf die Werbung geklickt wurde. Es ist folglich sehr schwierig, einen Marketingerfolg zu erzielen, wodurch die Werbenden natĂŒrlich auch nicht bereit sind, eine hohe Summe fĂŒr den einzelnen Klick zu zahlen.

frau zeichnet dollarzeichen in notizbuch
Bild von rawpixel via Unsplash

Freemium App

Wir haben das freemium model bereits oben erklÀrt. Allerdings ist dieses Modell so erfolgreich und beliebt, dass wir an dieser Stelle noch einmal genauer darauf eingehen möchten.

Im Grunde ist eine Freemium App nichts weiter, als eine kostenlose App, die man kostenpflichtig upgraden kann. Hierbei sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Am besten erklÀren wir diese anhand von Beispielen:

  • Es gibt zwei Versionen der gleichen App. Eine Version bietet die Basis. Hierbei kann man einige Dinge ins Auge fassen: Werbung wird gezeigt, die Geschwindigkeit ist niedriger, einige Funktionen stehen nicht zur VerfĂŒgung, es gibt nur die englischsprachige Version etc. Die zweite Version behebt den „Fehler“ der ersten: Sie ist werbefrei, die Performance ist besser, der User kann alle Funktionen uneingeschrĂ€nkt nutzen, die Sprache kann eingestelrden usw. usf.
  • In der App können Items gekauft werden. Bei vielen Apps nutzt der User verschiedenste Items, um Aufgaben zu lösen. Allerdings stehen nur begrenzte Items zur VerfĂŒgung. Durch die Zahlung eines sehr kleinen Betrags können aber zusĂ€tzliche erworben werden. Die einfachste Möglichkeit ist, dass es eine interne WĂ€hrung in der App gibt (Buttons), die man gegen echtes Geld tauschen kann. Kleiner Tipp am Rande: Es wirkt sich psychologisch positiv aus, wenn man mit wenig Geld viele Buttons bekommt. Also 1€ = 1000 Buttons, statt 1€ = 10 Buttons.
  • ZusĂ€tzliche Accounts bei dem Download der Premiumversion. Es gibt auch einige Apps, bei denen man kostenlos einen Account erstellen kann, wobei die Zahl der Accounts pro User beschrĂ€nkt ist. Möchte der User allerdings weitere Accounts erstellen, muss er sich eine kostenpflichtige Version herunterladen. Wer sich nicht vorstellen kann, warum der User dies tun sollte, der erhĂ€lt zwei Beispiele: In einem Fußball-Manager-Spiel hat der User einen Account und nimmt damit an einer privaten Liga teil. Er kann allerdings so nur ein Team erstellen. Wenn er mehrere Accounts hĂ€tte, könnte er unterschiedliche Teams erstellen, an mehreren Ligen teilnehmen und die App so lĂ€nger nutzen. Ein weiteres Beispiel sind Programme fĂŒr die Lohnbuchhaltung. Auf PCs kann man mit einer Basisversion die eigene Lohnbuchhaltung kostenlos erstellen. Will man aber auch fĂŒr Klienten Konten anlegen, so muss man eine Premiumversion kaufen, um mehrere User zu registrieren. Das kann man natĂŒrlich auch auf mobile GerĂ€te ĂŒbertragen.

Uns ist wichtig zu betonen, dass diese AufzĂ€hlung bei weitem nicht komplett ist. Man kann die Anreize fĂŒr den User variieren, oder auch verschiedene Modelle miteinander kombinieren. So ist eine Basisversion mit Werbung und einer kostenpflichtigen Premiumversion im Grunde eine App mit In-App-Purchases und In-App-Advertisement, aber gleichzeitig folgt sie dem Freemium-Ansatz.

Kostenlose Testsoftware

Dieses Modell ist einfach zu verstehen. Der User kann sich die App kostenlos herunterladen und zwei Wochen, einen Monat oder eine andere festgelegte Zeit nutzen. Anschließend muss er jedoch eine kostenpflichtige Version installieren, wenn er die Mobile App weiter nutzen möchte.

Dieses Modell wird bei Software fĂŒr den PC sehr hĂ€ufig angewendet. Bei Mobile Apps  ist es jedoch sehr selten zu finden. Nichtsdestotrotz sind Anwendungen, insbesondere im Business-Bereich, auch fĂŒr mobile EndgerĂ€te denkbar.

Der Vorteil liegt darin, dass die User diese vollkommen risikofrei testen können, wodurch ein positiver Marketingeffekt erzielt werden kann. Tipp: FALLS der User sich fĂŒr die Zahlung nach der Testphase entscheidet, wird er zufrieden sein. Genau das ist der Zeitpunkt, an dem Du ihn nach einer Bewertung im App Store fragen solltest! Vermeide es hingegen, die User nach einer Bewertung zu fragen, die sich dagegen entscheiden.

programmiercodes auf laptop bildschirm
Bild von NESA by Makers via Unsplash

Kostenpflichtige App entwickeln

Mobile Apps, deren Download Geld kostet, werden selbstverstÀndlich weniger hÀufig heruntergeladen, wie kostenfreie Apps. Und man benötigt tausende von Downloads, um die Entwicklungskosten zu decken. Der hÀufigste Fehler, der bei der Entwicklung kostenpflichtiger Apps gemacht wird, ist ein simpler Rechenfehler. Auch das erklÀre ich Euch anhand eines Beispiels:

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich von einem Kunden einen Businessplan zugesendet bekommen, der folgendes ausgesagt hat. Der Kunde geht von Entwicklungskosten in Höhe von 10.000€ und laufenden Kosten von 5.000€/Jahr aus. Damit benötige er mindestens 15.000 Downloads im ersten Jahr, weil er seine App fĂŒr 1€ im App Store anbieten möchte. Was wĂŒrde geschehen, wenn tatsĂ€chlich 15.000 User die App kaufen wĂŒrden? Sie geben selbstverstĂ€ndlich insgesamt 15.000€ aus. Aber schafft der Anbieter deshalb den ROI? Nein! Denn von jedem Kauf, den man ĂŒber die App Stores realisiert, behalten die Betreiber der MarktplĂ€tze ca. 1/3 des Geldes ein! So fehlen dem Kunden am Ende 5.000€, obwohl er, was aller Ehren wert wĂ€re, seine Ziele erreicht hĂ€tte.

Es ist folglich sehr schwierig, die Entwicklungskosten langfristig zu decken; vor allem, wenn man die App zu fairen Preisen anbieten möchte. Aber unmöglich ist es beileibe auch nicht.

Es ist dafĂŒr aber existentiell, dass der User weiß, dass Deine App es wert ist, dafĂŒr Geld zu bezahlen. Das heißt, dass die App fĂŒr eine Nische so wichtig ist, dass die User kaum anders können, als sich die App zu kaufen, oder Deine Marke ist bzw. wird so bekannt, dass die Kunden wissen, was Deine App kann.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist natĂŒrlich auch, dass diese Strategie fĂŒr iOS sehr viel erfolgversprechender ist als fĂŒr Android. In Google Play sind kostenpflichtige Apps die absolute Seltenheit und die wenigsten User sind bereit dazu, fĂŒr einen Download zu zahlen.

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Weitere Formen rentabler Mobile Apps

Manche Anbieter von Apps wollen gar nicht direkt Geld mit einer App verdienen. Große Konzerne lassen sehr hĂ€ufig nur aus ImagegrĂŒnden eine App entwickeln. Um Ihre Reichweite zu erhöhen und einen Marketingeffekt erzielen zu können, lĂ€sst ein Global Player teilweise eine sehr aufwendige App entwickeln und investiert Unmengen an Geld. Der ROI findet fĂŒr sie indirekt statt, indem die App potentielle Kunden anspricht, das Image verbessert oder eine neue Zielgruppe erreicht.

Einen Sonderfall gibt es bei sogenannten Non-Profit-Projekten. Hier möchte eine Organisation ein Ziel erreichen, das nichts mit monetÀren oder anderweitig materiellen Vorteilen zu tun hat. Der Zweck der Apps ist hingegen, auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen, Kinder und Jugendliche aufzuklÀren oder auch die Gesellschaft zu bilden.

person haelt weisses iphone in der hand
Bild von Krapalm via Pixabay

Yeeply’s Tipps fĂŒr Deinen Erfolg

Nachdem wir Euch gezeigt haben, wie man Geld mit Apps verdienen kann, möchten wir Euch noch ein paar Tipps mit auf dem Weg geben, die wir auch unseren Kunden immer ans Herz legen.

Denke an die Steuern und Abgaben

Leider gibt es einige Anbieter, die das erste Mal ein Projekt „auf eigene Rechnung“ betreiben und ĂŒberrascht sind, dass brutto nicht gleich netto ist. Ein Sonderfall besteht darin, dass genutzte Services aus anderen LĂ€ndern bezogen werden mĂŒssen. Denke auch daran, dass dort andere MehrwertsteuersĂ€tze existieren könnten. Beachte auch die angesprochenen Abgaben, die man an die App Stores usw. zahlen muss.

WĂ€hle das passende Modell fĂŒr Deine App

Nicht jede Monetarisierungsstrategie passt zu jeder Mobile App. Bevor Du Deine App entwickeln lĂ€sst, solltest Du darĂŒber nachdenken, welches Modell zu Deiner App, zu Deiner Zielgruppe und zu Deinen Zielen passt. An dieser Stelle kannst Du auch eine einfache Marktforschung durchfĂŒhren: ErzĂ€hle doch einfach mal 10 Leuten grob von Deiner Idee und frage Sie, was die Personen dafĂŒr bereit wĂ€ren zu zahlen. Selbst Entwicklungsabteilungen großer Firmen gehen so vor.

Verlange kein Geld fĂŒr Basisoptionen

Ein hĂ€ufiger Fehler ist es, vom User Geld fĂŒr Features zu verlangen, die er eigentlich auch in der Basisversion nutzen kann. Wenn der User nicht einen echten Mehrwert erhĂ€lt, fĂŒhlt er sich betrogen.

Mit Extra-Features von der Konkurrenz absetzen

Um eine erfolgreiche App entwickeln zu können, ist das Alleinstellungsmerkmal ein wichtiges Element. Man kann zusĂ€tzliche kostenpflichtige Features nutzen, um sich von Konkurrenz-Apps abzusetzen. Andersherum kannst Du auch schauen, fĂŒr was die Konkurrenz Geld verlangt und genau das kostenlos anbieten!

Eine Mobile App ist keine Webseite

Klar! Du kannst auch eine responsive Website statt einer App entwickeln lassen. Aber wer eine Website besitzt und eine App entwickeln möchte, der muss die Besonderheiten von mobilen Anwendungen beachten und darf gerade nicht nur eine an die OberflÀche optimierte Website anbieten. Bei Mobile Apps sind die Wirkung von Bannerwerbung, die Performanceprobleme, das Userverhalten, die Entwicklungskosten usw. ganz anders als bei Webseiten. Daher muss Deine Monetarisierungsstrategie extra an Deine App angepasst sein.

Wir hoffen sehr, dass Du nun eine Vorstellung davon hast, wie Mobile Apps rentabel werden können. Wenn Du weitere Informationen fĂŒr Dein App Projekt brauchst, stöbere doch einfach mal ein wenig in unserem Blog! Wir haben viele Artikel ĂŒber die perfekte Userbindung und -gewinnung, ein optimiertes Mobile Marketing und Monetarisierungsstrategien und App Design veröffentlicht, die wertvolle Tipps fĂŒr Dich bereithalten.

Proyecto App

Verfasst von

Yeeply
Yeeply

Yeeply ist eine Premium-Plattform, die sich auf die Entwicklung von Mobile Games und individuellen Websites spezialisiert hat. Seit 2012 vertrauen uns unsere Kunden die Entwicklung ihrer Projekte an, und wir arbeiten mit den besten zertifizierten Profis auf technischer Ebene: Entwickler von Mobile Games oder Web-Freelancer, große Softwareunternehmen und fĂŒhrende Agenturen. Erstellen einer App oder einer Website war noch nie so schnell, zuverlĂ€ssig und sicher wie mit Yeeply! Veröffentlichen Sie Ihr Softwareprojekt auf Yeeply und lassen Sie sich von unserem Team durch den Prozess begleiten.