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Manuel in App Entwicklung

Fehler beim App entwickeln: Das sollten Sie vermeiden!

Eine mobile App entwickeln, die von Hunderttausenden genutzt wird, ist das Ziel unzähliger Entwickler. Ob eine mobile Anwendung erfolgreich ist, hängt jedoch von vielen Faktoren ab und ist alles andere als ein Zufall. Einer der häufigsten Fehler, die App-Entwickler machen, ist ein ungeeignetes, oder schlicht schlechtes, Design. Doch es gibt noch sehr viel mehr Fallen beim App entwickeln!

Das Design ist mit Sicherheit die Eigenschaft, die der Nutzer einer App als erstes wahrnimmt und bewertet. Aber ein gutes und adäquates Design ist auf gar keinen Fall eine Garantie für eine erfolgreiche App. Vielmehr existieren eine Vielzahl verschiedener Variablen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Vor einer Woche wurden wir von InQBarna auf eine Serie von Fehlern in der Entwicklung von Apps aufmerksam gemacht, die zum Scheitern einer mobilen App führen können bzw. müssen. Wir möchten sie Euch nicht vorenthalten!

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1. Website und mobile App entwickeln

Häufig existieren bereits Webseiten von Nachfragern nach mobilen Apps. So möchten beispielsweise oft Unternehmen, die bereits eine eigene Website besitzen, eine App entwickeln lassen, um mehr Kunden zu erreichen, oder einen besseren Service bieten zu können. Ein immer wieder auftretener Fehler ist es, dass die mobile App als eine Kopie der Website geplant wird.  Eine mobile App benötigt immer eine eigenständige Entwicklung. Die Webseiten beinhalten fast immer viel mehr Informationen, als die Apps vertragen können. Außerdem sind die Endgeräte oft nicht die selben. Es ist wichtig, beim Design zu berücksichtigen, dass Apps oft auf Smartphones genutzt werden, die natürlich einen viel kleineren Bildschirm als PCs besitzen. Es empfiehlt sich, nur die wichtigsten Informationen in den mobilen Apps zu integrieren, um die Geschwindigkeit nicht zu sehr zu beeinflussen.

2. Registrierung: Ja oder Ja?

Es gibt viele Anwendungen, die den Benutzer verpflichten sich zu registrieren, ohne ihnen zu zeigen was sie anzubieten haben. Das ist einer der am häufigsten auftretenden Fehler bei der Entwicklung von Apps. Wenn der Benutzer nicht weiß, was die Anwendung anzubieten hat, wird er sich nicht nur nicht registrieren, er wird die App auch löschen und nie wieder nutzen. Sollen die Nutzer sich registrieren, so muss ihnen aufgezeigt werden, dass es sich lohnt. Eine kleine Kostprobe der App wird ausreichen, um einen Anreiz dafür zu schaffen, dass der User sich anmeldet. Denkbar ist auch, dass man die Nutzung ohne Registrierung zulässt, aber einige sehr attraktive Inhalte nur durch eine Registrierung sichtbar werden.

3. Endlose Formulare

Kaum etwas ist so ermüdend, wie sich auf dem winzigen Display des Smartphones endlose Registrierungsformulare durchzulesen (was ja im Endeffekt auch niemand macht). Dies sorgt fast immer dazu, dass der potentielle Nutzer abspringt, obwohl er sich schon für die App interessiert hatte. Auch Mariya Yao, Gründerin von Xanadu (Experten für Strategie und Design), stellt dies in ihrem Bericht über die mobile Strategie fest. Daher ist es ratsam, die Registrierung so kurz und einfach wie möglich zu gestalten: Benutzername, E-Mail, Passwort. Wenn man weitere Informationen über den Nutzer erhalten möchte, sollte man versuchen, diese Informationen auf subtilere Art herauszubekommen. So könnte man beispielsweise ein Profil anlegen lassen, auf dem der Nutzer die Informationen später eintragen kann.

4. Kompliziertes User Interface

Das UI (zu deutsch: Benutzerschnittstelle) ist laut Mariya Yao eine weitere Fehlerquelle. Die Technik erlaubt es, immer schönere, ausgeklügeltere und kompliziertere Designs zu entwerfen. Nur haben revolutionäre Designs oft den Nachteil, dass die App kaum noch sinnvoll zu benutzen ist. Verschachtelte Menüs und einfliegende Features können schön sein. Aber manchmal ist weniger mehr! Unkomplizierte Apps machen dem Nutzer mehr und länger Freude. Insbesondere sollte beim App entwickeln nicht unterschätzt werden, dass dem Nutzer bekannte Bedienweisen und wiederzuerkennende Elemente dem User ein vertrauetes Gefühl geben und sie sich so in der Umgebung wohl fühlen.

5. Große Anleitungen

Die Bildschirme der mobilen Geräte sind allem voran sehr klein. Das erschwert das Lesen von langen Texten. Aus diesem Grund ist es ratsam die Tutorials über die Funktionen der Apps einfach und klar zu gestalten. Sie sollten versuchen in kleinen Schritten zu erklären, wie man die Anwendung benutzt. Das beinträchtigt auch die Einfachheit des User Interface positiv. Ein super Beispiel ist die Bedienanleitung der App Bici Valencia. Dort werden die Grundfunktionen der App in zwei Schritten komplett erklärt.

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6. Fazit

Wir fassen zusammen: Große Bedienungsanleitungen sind schlecht zu lesen und beeinflussen die Einfachheit des User Interfaces negativ. Ein zu kompliziertes UI vergrault die User jedoch auf Dauer. Außerdem werden sich User erst dann registrieren, wenn man Ihnen die Anwendung schmackhaft gemacht hat.

Eine Mobile-Marketing-Strategy ist existentiell für den Erfolg! Um es mit den Worten von Oscar Hormigos, CEO von The App Date, zu sagen: „Der größte Fehler im Marketing für Apps ist es, gar nicht in das Marketing zu investieren.“ Es wird empfohlen, die eine Hälfte des Budgets in die Entwicklung der App zu investieren. Die andere Hälfte sollte für Dinge wie Kommunikation und Marketing freigehalten werden. Für die Vermarktung sollten Profis ins Boot geholt werden, um eine optimale Verteilungsstrategie fahren zu können. Bei Yeeply beispielsweise können Sie einzelne Schritte des Entwicklungsprozesses ausgliedern. Wir bei Yeeply vernetzen Sie mit Experten aus allen Bereichen, wie zum Beispiel dem Design oder der Vermarktung Ihrer App, wenn sie eine mobile App entwickeln möchten.

Abschließend: Die Privatsphäre in Apps

Der Schutz der Privatsphäre in der mobilen Welt ist ein topaktuelles Thema. Immer mehr Benutzer sind höchst besorgt, wenn sie von Datenklau, Geo-Tracking usw. hören. Das Europäische Parlament hat eine Kommission zu diesem Zweck eingerichtet und auch die nationalen Parlamente befassen sich seit Jahren mit diesem Thema (siehe z. B. Vorratsdatenspeicherung in Deutschland).

Abgesehen von gesetzlichen Rahmenbedingungen, an die man sich halten muss, sollte man die Sorgen der Menschen ernst nehmen, will man eine App entwickeln lassen. Es besteht natürlich ein Interesse der App-Anbieter an Daten der Nutzer. Aber man sollte hier vorsichtig vorgehen und die Privatsphäre nicht unnötig verletzen. Die User werden geringere Eingriffe mit höheren Downloadzahlen danken.

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