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Julius Hoffmann in Mobile Marketing

Mobile Marketing Trends: Geofencing und Beacons

Die Nutzung von Geofencing und Beacons wird immer beliebter für das Marketing. Die Technologie ist abhängig von Smartphones. Welch ein Glück, dass Smartphones heute nicht mehr wegzudenken sind. Schauen wir mal in die Vergangenheit. Die jetzigen 20-30-jährigen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der die Mobiltelefonindustrie gerade in ihren Startlöchern stand, um ihren erfolgreichen Siegeszug in Angriff zu nehmen. Vor 15 Jahren wusste niemand, wie sehr die Smartphones unser Leben maßgeblich verändern werden. Jedoch geht diese Tatsache über Smartphones hinaus. Experten spekulieren, dass es bis 2020 mehr als 30 Milliarden Devices geben wird, die miteinander kommunizieren können.

Diese Vernetzung von Geräten nennen wir Internet of Things, die mit großer Wahrscheinlichkeit in geraumer Zeit unser Leben noch mehr beeinflussen wird. In diesem Artikel wollen wir jedoch das Internet of Things von einem anderen Standpunkt aus betrachten, indem wir uns auf die Technologie von Geofencing und Beacons konzentrieren.

Was ist „Geofencing“?

Geofencing Example Geofence

Geofencing beschreibt einen virtuellen Zaun, der es ermöglicht, Gegenstände (Smartphones, Smartwatches etc.) oder Personen innerhalb eines vorher angelegten Bereiches zu registrieren. Somit wird erkannt, wann ein Gerät diesen Bereich betritt und verlässt. Zurzeit ist diese Technologie stark an Smartphones gebunden, da die Technologie Geräte wie Smartphones ortet. Beim Geofencing geschieht dies mit Hilfe von GPS. Sobald ein Nutzer einen bestimmten Bereich betritt, werden bestimmte Aktionen ausgelöst. Diese Aktionen können Push-Benachrichtigungen, E-Mails, SMS oder kompliziertere Aktionen enthalten.

So können Smartphones gezielt geortet und kontaktiert werden. Eine Alternative zum Geofencing durch GPS sind Beacons, die eher für kürzere Distanzen geeignet sind. Dafür ist die Ortung jedoch genauer. Die Aktionen, die ausgelöst werden, sind die Gleichen.

Was sind „Beacons“?

Geofencing Beacon Smartphone

Beacons sind kleine Sender mit großer Wirkung, die in einem Umkreis von ca. 10 bis 50 Metern mit anderen Bluetooth fähigen Geräten Daten austauschen. So entsteht eine automatische Kommunikation zwischen Geräten, die unabhängig von Raum und Zeit funktioniert.

Durch die Benutzung von mehreren Beacons für ein Areal sind der Technologie keine Grenzen gesetzt. Theoretisch ist es möglich, eine gesamte Stadt damit abzudecken. Das Wichtige bei der Benutzung ist jedoch, dass man die adäquate Anzahl an Beacons für einen adäquaten Bereich platziert. Ist der Bereich zu groß, werden unter Umständen zu viele irrelevante Personen mit der jeweiligen Push-Nachricht (Werbung, Anzeige etc.) angesprochen. Die Technologie hat dann negative Auswirkungen auf das Verhalten der Kunden.

Beacons sind eine Weiterentwicklung der aktuellen Bluetooth-Technologie. Dahinter verbirgt sich die Technik Bluetooth-Low-Energy (BLE), die besonders kostengünstig und energiesparend in der Anwendung ist. Die Batterie eines Beacons kann bis zu 3 Jahre volle Funktionsfähigkeit gewährleisten. Und die Benutzung von Bluetooth auf dem Smartphone wird stetig energiesparender und die Reichweite wird größer. Der große Unterschied zwischen Beacons und Geofencing ist, dass Beacons unabhängig von GPS oder WIFI sind, weil sie ausschließlich auf Bluetooth beruhen.

Geofencing vs. Beacons

Einschränkungen von Geofencing und Beacons

Jeder Nutzer muss die Ortung durch Beacons und Geofencing erlauben, indem er eine entsprechende App herunterlädt und darin die Ortung und den Empfang von Push-Nachrichten akzeptiert. Außerdem muss beim Geofencing das GPS kontinuierlich eingeschaltet sein. Für die Nutzung von Beacons hingegen ist die permanente Aktivierung von Bluetooth unerlässlich. GPS ist in diesem Fall die größere Herausforderung, da nicht jeder Nutzer sein GPS permanent eingeschaltet haben möchte. Ähnliches gilt für Bluetooth, jedoch ist Bluetooth hier viel energiesparender als GPS, sodass Nutzer eher Bluetooth permanent eingeschaltet haben als GPS.

Weitere Bedenken beziehen sich auf die Frage des Datenschutzes und der Privatsphäre von Personen. Diese müssen in jedem Fall geschützt werden. Rein rechtlich ist es möglich, dass Unternehmen Geofencing und Beacons als Marketinginstrument nutzen, solange der Nutzer die Bestimmungen akzeptiert hat und jederzeit das Einverständnis wieder verweigern kann.

Sicherheit und Usability stellen somit die wichtigsten Aspekte dar. Um dies zu gewährleisten, ist es notwendig, verpflichtende Standards für die Verwendung von Beacons und Geofencing als Marketinginstrument zu verfassen und geltend zu machen.

Nehmen wir einmal an, dass ein Kunde die App heruntergeladen hat, das Einverständnis abgegeben hat und GPS/ Bluetooth aktiviert hat. Der Kunde läuft an einem Geschäft für Sportbekleidung vorbei und bekommt eine Push-Benachrichtigung über ein unschlagbares Angebot für ein Paar brandneue Sportschuhe. Der Kunde ist interessiert, geht in den Laden und erfährt, dass die Schuhe seit 10 Minuten nicht mehr vorrätig sind. Damit dieses Szenario nicht entsteht, ist ein eng zusammen arbeitendes Netzwerk notwendig, das in Echt-Zeit Daten aktualisiert. Die laufende Anpassung der Push-Nachrichten ist unerlässlich .

Verschmelzung von Beacons, Geofencing und IoT

Geofencing Internet of Things

Beacons und Geofencing besitzen denselben Zweck, da beide Technologien dazu benutzt werden, um Konsumenten Push-Nachrichten zukommen zu lassen. So soll die Bindung zum Produkt oder Service aufgebaut werden. Dennoch sind sie unterschiedlich in ihrer Funktionsweise. Die Idee der Beacons ist aus der Technologie des Geofencings entstanden, ist genauer, aber kann nur für einen kleineren Bereich verwendet werden. Geofencing und Beacons können zur selben Zeit von ein und dem selben Einzelhändler als Marketinginstrument genutzt werden.

Zurück zum Einzelhandel von Sportbekleidung. Folgendes Beispiel: Geschäft A ist der Einzelhandel, der Geofencing/ Beacons benutzt. Geschäft B ist ein beliebiges anderes Sportgeschäft (beispielsweise in derselben Stadt). Theoretisch ist es möglich, dass ein Kunde zuvor durch Geofencing am Schaufenster des Geschäftes B erkannt wurde und 2 Stunden später am Geschäft A vorbeiläuft. Die Beacons erkennen dieses Verhalten und schicken unmittelbar eine Push-Nachricht an den Kunden.

Der Besitzer des Geschäfts A weiß also nicht nur, ob der Kunde in seinen vorher angelegten Bereich der Beacons eintritt, sondern auch, in welchen Geschäften sich der Kunde vorher aufgehalten hat (Geofencing). Eine Verschmelzung von Geofencing und Beacons kann demnach äußerst effektiv sein. Gleichzeitig ist es aber auch beängstigend, wie Organisationen Personen überwachen können (Stichwort “Gläserner Kunde”).

Digitalisierung durch neue Technologien

Geofencing Mobile Marketing

Es herrscht ein Wandel in eine immer digitalere Welt, sodass sich Marketer Gedanken machen müssen, wie sie wettbewerbsfähig bleiben können. Unternehmen müssen sich ständig an die Bedürfnisse und das Verhalten der Konsumenten anpassen. Dabei kann Geofencing helfen. Eine Vorbereitung auf Milliarden von vernetzten Geräten sehr empfehlenswert. Immer mehr Geräte sind kommunikationsfähig und stellen damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber „normalen“ Geräten dar.

Folglich stellt das IoT ein riesiges Potenzial für Programmierer dar, weil all diese Geräte Software beziehungsweise Mobile Apps benötigen, damit man diese über Smartphones steuern kann. Jedoch hat diese Entwicklung zur Folge, dass die Entwicklung von Apps immer komplizierter wird. Die steigende Anzahl an Betriebssystemen, Hardware-Plattformen, Sensoren wie Beacons und deren APIs haben eine immense Heterogenität zur Folge. Anforderungen für Apps sind jetzt schon eine Herausforderung für Programmierer. Zudem kommt jetzt auch noch der Trend der „Beacons“ und “Geofencing” auf den Markt.

In welcher Verbindung steht das mit der Entwicklung von Apps?

Geofencing App Entwicklung

Diese Frage beantwortet sich ganz einfach durch die Verbindung der Beacons und Geofencing mit Smartphones. Viele Hersteller verbauen bereits die Technologien in aktuellen Smartphones. So kann der Nutzer Echt-Zeit-Informationen über Produkte direkt auf sein Handy erhalten, wenn er will. Beacons und Geofencing sind ein weiterer Schritt für die Verbindung zwischen realer und digitaler Welt. Die Anzahl der Geräte, die sich über Bluetooth verbinden lassen, ist stetig steigend. Dabei weiten die Hersteller die Anwendungsgebiete immer weiter aus. In Bezug auf das Mobile Marketing kann man jetzt schon verschiedenste Einsatzbereiche von Geofencing und Beacons aufzählen.

Schlusswort

Die Benutzung von Geofencing und Beacons ist hauptsächlich aus dem Location-Based Marketing entstanden. Die beiden Technologien stellen ein riesiges Potenzial für Mobile Marketer dar. Es ist jedoch zu beachten, dass die Sicherheit der Daten der Menschen an oberster Stelle steht. Unternehmen müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen befolgen. Dass Marketer and Mobile Marketing nicht mehr vorbeikommen, ist mittlerweile in den meisten Unternehmen angekommen. Falsch angewandt, verursachen Geofencing und Beacons jedoch fatale Konsequenzen in Bezug auf die Bindung der Kunden zum Unternehmen.

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