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Julian Jänicke in Mobile Marketing

Die Vermarktung der Mobile App: Zwölf Konzepte

Die Entwicklung einer Mobile App ist eine mehr oder weniger kostenintensive Investition. Die Rendite der Investition ist vor allem vom Geschäftsmodell abhängig. Wir stellen Ihnen die 12 besten Konzepte vor.

Der Markt für mobile Anwendungen befindet sich in einem permanenten Wandel. Diese Dynamik sorgt dafür, dass immer neue Möglichkeiten entstehen, um mit Apps Geld zu verdienen. Diese verschiedenen Geschäftsmodelle müssen dem App Entwickler bekannt sein, da jede Form einer Anwendung und jede Branche unterschiedliche Anforderungen an die Anwendung stellen, die vermarktet werden soll. Auch und vor allem das Marketing muss genau geplant sein, damit eine App zum Erfolg wird und die Investition rentabel ist.

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Zurzeit existieren zahlreichen Wege, eine Mobile App zu vermarkten. Grob lassen sie sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen. Auf der einen Seite stehen Anwendungen, für die die User Geld zahlen müssen, um sie herunterladen zu können. Auf der anderen Seite befinden sie die Apps, die gratis heruntergeladen werden können.

Welche Form besser zu einer bestimmten App passt, hängt von vielen Variablen ab. Beispielsweise spielt die Zielgruppe eine gewichtige Rolle. Aber auch der Bekanntheitsgrad des Herstellers ist bedeutend: Wenn ein weltbekanntes Konsolenspiel in ein Mobile Game verwandelt wird, werden treue Gamer vermutlich eher bereit sein, für den Download zu zahlen, als wenn ein Startup ein vollkommen neues Spiel entwickelt. Insgesamt sollte beachtet werden, dass die Downloadzahlen bei kostenlosen Anwendungen tendenziell größer sind, als bei kostenpflichtigen Apps. Allerdings muss bei einer Gratis-App die Investitionssumme auf kreativere und indirektere Weise eingespielt werden, als wenn man mit dem Download sofort Geld verdient.

Die 12 erfolgreichsten Geschäftsmodelle für Mobile Apps:

  1. Marke stärken: Dieses Modell wird häufig von Unternehmen genutzt. Es besteht aus einem komplett kostenlosen Service für die Kunden. Es steht nicht im Vordergrund, Geld mit dem Download zu verdienen, sondern die Investition indirekt durch einen Imagegewinn und die Gewinnung neuer Kunden zu finanzieren.
  2. Service: Unternehmen benutzen hauptsächlich dieses Geschäftsmodell. Auch hier ist die App komplett kostenlos. Mit der Anwendung stellt ein Unternehmen dem Kunden seine Produkte oder Dienstleistungen einfacher zur Verfügung. Z.B. werden die Zugänglichkeit und die Verfügbarkeit verbessert oder das Angebot wird attraktiver dargeboten.
  3. Werbung: Viele Anwendungen finanzieren sich über Werbung Dritter innerhalb der Mobile App. Das Herunterladen und die Benutzung der Anwendung sind kostenlos. Durch die Erhöhung der Anzahl der Klicks (CPC) oder der Anzeigen (CPI/CPM) wird der Ertrag gesteigert. Vorsicht! Störende Werbung verärgert den User.
  4. In-App Käufe: Ein sehr häufiges Konzept bei Mobile Games. Der Download ist kostenlos. Aber innerhalb der App können kostenpflichtige Upgrades gekauft werden. Beispiele für Upgrades sind Premiumversionen ohne Werbung, zusätzliche Optionen oder Funktionen oder virtuelle Guthaben. Die investierten Ressourcen fließen oft wieder zurück. Allerdings kann dies einige Zeit dauern.
  5. Datensammlung: Wenn die App berechtigt ist, auf Daten aus dem mobilen Gerät zuzugreifen, kann mit den Informationen Geld verdient werden. Die App selbst ist kostenlos. Die Daten der Anwender werden an entsprechende Unternehmen verkauft. Hier ist das Einhalten juristischer Bestimmungen dringend zu empfehlen!
  6. M-Commerce: Elektronischer Handel auf mobilen Endgeräten. Eine kostenlose Anwendung, die als Kanal für den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen verwendet wird. Der Gewinn besteht aus dem Verkauf des eigentlichen Produkts.
  7. Großes Publikum: Bei diesem Geschäftsmodell steht die Userzahl im Vordergrund. Nutzen sehr viele Menschen eine kostenlose Anwendung, kann das große Publikum zu hohen Werbeeinnahmen oder Gewinnen aus der Datenweitergabe führen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist Facebook.
  8. Provision: Das Herunterladen ist kostenlos. Die Einnahmen werden durch Provisionen für Verkäufe erzielt. In der eigenen App wird für fremde kostenpflichtige Apps geworben. Die Vermittlung wird vergütet.
  9. Testversion: Das Herunterladen dieser App ist zwar kostenlos, aber nach einiger Zeit muss für die Anwendung gezahlt werden, wenn der Benutzer sie weiterhin nutzen möchte.
  10. Niedriger Preis: Der Download der App kostet einen relativ geringen Betrag wie 0,99€. Das Ziel sind hohe Downloadzahlen zu einem niedrigen Preis, um über die Masse einen hohen Umsatz zu erreichen. Die Investition wird eher langfristig rentabel.
  11. Hoher Preis: Dieses Geschäftsmodell birgt ein hohes Risiko. Wenn eine sehr klar definierte, potente Zielgruppe vorliegt, kann durch eine geringe Downloadzahl zu einem hohen Preis ein Gewinn erzielt werden. Die Kalkulation des Preises muss sorgfältig durchgeführt werden.
  12. Selbstbedarf: Hier geht es bei der Entwicklung einer App lediglich darum, eigene Bedürfnisse zu stillen. Einnahmen werden nicht erzielt. Es gibt viele (eher günstig entwickelte) Android Apps, die nur zum Eigenbedarf entwickelt wurden. Aber auch Apps, die große Firmen nur für ihre eigene Administration entwickeln, sind denkbar. Beispiele hierfür sind Apps zur Arbeitszeiterfassung oder geschlossene Chats.

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