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Wie wird Blockchain unseren Umgang mit Geld verÀndern?

Blockchain, Blockchain, Blockchain… Der Hype um dieses Thema reißt nicht ab. Das UnverstĂ€ndnis und der Respekt gegenĂŒber der Technologie aber auch nicht. In den letzten Wochen haben wir Ihnen bereits erklĂ€rt, was die Blockchain Technologie ausmacht und welche Blockchain Anwendungen es gibt.
Die Blockchain könnte -laut vieler Experten- das BankgeschÀft grundlegend verÀndern. Unter anderem weil die Technologie die Grundlage vieler digitaler WÀhrungen ist, weckt sie das Interesse von nationale und internationale Banken.

Banken und Blockchain – Wie passt das zusammen?

Theoretisch könnten die Blockchains die Großbanken ĂŒberflĂŒssig machen und deren Macht einschrĂ€nken. Denn die Grundidee ist, dass der Mittelsmann bei Transaktionen und GeschĂ€ften weg fĂ€llt. Mehr AnonymitĂ€t und DezentralitĂ€t war das ursprĂŒngliche Ziel der Blockchains. Denn vor allem zur Zeiten der Finanzkrise -und Geburtsstunde der Blockchain- schien eine Finanzwelt ohne Banken sehr attraktiv.
Doch momentan ist eher das Gegenteil der Fall. Banken hoffen mit der neuen Technologie enorme Kosten- und Zeitersparnisse zu verbuchen. Vor allem die digitale WĂ€hrung Bitcoin ist fĂŒr Banken interessant. Somit befassen sich die bekannten Großbanken, aber auch Startups, mehr und mehr mit dem Thema Blockchain Banking.
Niemand möchte den Zug „Blockchain“ verpassen – auch wenn noch nicht klar ist, wo dieser Zug genau hinfĂ€hrt.
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Experten erwarten, dass die Technologie weitreichende strukturelle VerÀnderungen im Bankensektor hervorruft. Doch bis es soweit ist, muss auf dem Gebiet noch viel investiert und geforscht werden. Vor allem die spanische Bank Santander investiert in die Technologie. Doch auch die Deutsche Bank ist sich bewusst, dass Blockchain Banking ein wichtiger Teil der Zukunft ist.
Das US-amerikanische Startup „R3 CEV“ ist eines der grĂ¶ĂŸten Unternehmen, im aufstrebenden Blockchain-Business. 42 Banken, darunter auch die Deutsche Bank und die Commerzbank, haben sich an dem Unternehmen beteiligt. Das Business will ein globales Finanz-Netwerk fĂŒr alle Banken aufbauen.

Wie können Banken vom Blockchain profitieren?

Blockchain ist die Struktur der dezentralen Datenbank hinter der digitalen WĂ€hrung Bitcoin. Dieses dezentrale System nimmt den Banken den direkten Einfluss auf Transaktionen. Somit können Transaktion direkt zwischen zwei Parteien durchgefĂŒhrt werden und es gibt einen direkten Transfer vom Geldgeber zum EmpfĂ€nger. Alle Transaktionen werden auf einer Vielzahl von Rechnern in Blocks gespeichert und miteinander verkettet. Theoretisch entfĂ€llt die traditionelle Aufgabe der Bank also dadurch.
Interessant fĂŒr die Banken ist auf jeden Fall die Transparenz und UnverĂ€nderlichkeit und die damit verbundene Unbeeinflussbarkeit der Blockchains. Betrug wĂ€re nahezu unmöglich, da die Datenketten aufeinander aufbauen und nicht geĂ€ndert werden können.
Viele Transaktionen könnten zudem deutlich schneller und kostengĂŒnstiger durchgefĂŒhrt werden. Sicheres Banking in Echtzeit versprechen sich viele Forscher heute von Blockchain. Effizienz ist das Stichwort!
Auch die Deutsche Bank weiß ĂŒber die Brisanz vom Blockchain Banking. Doch wĂ€hrend andere Banken, wie zum Beispiel die spanische Bank Santander, stark in Blockchain und Forschung zu dem Thema investiert, hĂ€lt sich die Deutsche Bank bedeckt. Ein dezentrales System indem die Transaktionen von einem anonymen Netzwerk kontrolliert werden, widerstrebt der Bank.
Die Mehrheit der Banken in Deutschland denkt Ă€hnlich. Wie eine Umfrage der Unternehmensberatung pwc herausgefunden hat, sind 68% der FĂŒhrungskrĂ€fte in deutschen Bank wenig oder gar nicht mit der Blockchain Technologie vertraut. Die Studie zeigt, dass das Thema als sehr relevant angesehen wird, aber trotzdem lieber abgewartet wird. Das ist erstaunlich, denn zur gleichen Zeit gaben 63% der Manager an, der Meinung zu sein, dass das Thema innerhalb der nĂ€chsten 10 Jahre Auswirkungen auf ihr GeschĂ€ftsmodell haben wird.
Interessant ist, dass kleinere Banken sich eher mit dem Blockchain Banking beschĂ€ftigen und in die Technologie investieren. Sie sind einen Schritt voraus und beschĂ€ftigen sich im Schnitt ein Jahr mehr mit Blockchain als die großen HĂ€user.

Was Àndert sich bei den Banken genau?

Interessant ist die Blockchain Technologie fĂŒr den Vertragsabschluss zwischen Bank und Kunde. Es geht um sogenannte „Smart Contracts“. Diese fĂŒhren automatische eine Aktion aus, sobald bestimmte Bedingungen erfĂŒllt werden. Eine offene Blockchain wĂ€re fĂŒr die traditionellen Banken jedoch nicht denkbar, sondern eher ein geschlossenes System. Dort sind nur bestimmte Teilnehmer Mitglied der Blockchain, um die Transaktionen zu bestĂ€tigen.
Blockchain könnte die Zahlungsstrukturen komplett Ă€ndern und viele Kosten, wie z.B. fĂŒr Bearbeitung und Abwicklung, streichen. So können vergleichsweise hohen Kosten fĂŒr die Abwicklung kleine BetrĂ€gen reduziert werden.
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Die Forschung beschĂ€ftigt sich außerdem mit der Entwicklung eines, von der Notenbank unabhĂ€ngige, WĂ€hrungssystemes. FĂŒr die Bankkunden könnte die Blockchain Technologie den Vorteil haben, dass Transaktionen außerhalb des klassischen Systems möglich werden. Das könnten beispielsweise die Aufhebung von GebĂŒhren bei AuslandsĂŒberweisungen bedeuten.

Wo liegen die Schwierigkeiten beim Blockchain Banking?

Blockchain ist immer noch ein vages Themen mit nicht klar definierten Grenzen. Daher gibt es einige Schwierigkeiten mit der Technologie.
Die Probleme der (deutschen) Banken liegen an fehlenden Investitionen, fehlenden Ansprechpartnern und fehlender Expertise in diesem Gebiet. Die Unternehmen warten ab, bis sich die Konkurrenz zu dem Thema bewegt. Genau wie beim Internet of Things wissen die Unternehmen ĂŒber die Wichtigkeit der Technologie, zögern aber bei der Umsetzung.
Jedoch liegt die grĂ¶ĂŸte Schwierigkeit des Blockchain Bankings in der Umsetzung. Eine Blockchain Handlung verbraucht extrem viel Strom und nimmt viel Zeit in Anspruch. Denn die vielen VerknĂŒpfungen und gegenseitigen BestĂ€tigungen im System machen es zwar sicher, aber zur gleichen Zeit langsam.
Schon jetzt, wo der Markt noch ein Nischenmarkt ist, scheinen die KapazitĂ€ten ausgeschöpft. Die Hauptprobleme liegt an fehlendem Speicherplatz. Außerdem ist das Blockchain Banking zwar dezentral und unabhĂ€ngig, aber dadurch gibt es keine einheitliche Standards oder rechtliche Rahmenbedingungen.
Auch kann man (noch) nicht von Blockchain als akzeptiertes Zahlungsmittel sprechen. Es gibt nicht genug Annahmestellen fĂŒr die Bitcoin WĂ€hrung. Zudem werden die digitale WĂ€hrung meist direkt wieder in nationale WĂ€hrungen umgetauscht. Der Kurs unterliegt starken Schwankungen und eignet sich somit (noch) nicht als Anlage zum Sparen. Auch an der IT Sicherheit muss weiter geforscht werden.
Letztendlich ist die Blockchain Technologie ein sehr komplexes Thema, welches noch im Anfangsstadium der Entwicklung steckt. Wie wir sehen, ist die Umsetzung kompliziert, doch die Technologie hat Potential. Das Blockchain Banking wĂŒrde unsere Banken deutlich effizienter machen, aber bis heute fehlt es an einem großen Erfolgsprojekt. Wir dĂŒrfen gespannt sein, wie die Zukunft aussehen wird!

Proyecto Digital

Verfasst von

Yeeply
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